Die waldeckische Familie Bangert

Vor 1826 (soweit mir bis jetzt bekannt) wanderten die ersten Bangerts nach Amerika/Australien und Neuseeland aus.

3. Kapitel Ausbreitung unseres Geschlechts

Die ersten Orte

Vor 1570 stehen die Bangerts nur in den Sudecker Akten.

Von Sudeck in die Nachbarorte

Erst 1571 sind sie nach Rhenegge und Giebringhausen vorgedrungen, 1588 nach Oberschleidern, südlich vom Adorfer Kirchspiel (doch stirbt dieser Ast 1638 mit dem Pastor Johannes Bangert in Usseln wieder ab). Um 1600 sitzen sie noch nicht in Benkhausen, Wirmighausen, Adorf, haben also den Kirchsprengel Adorf nur in Oberschleidern überschritten.

Erst lange nach dem Dreißigjährigen Kriege (1618 bis 1648) finden wir sie in sämtlichen Orten des Kirchspiels, jetzt aber auch, zeitweilig sogar gleich nach dem Kriege, in Kohlgrund und Heringhausen, vor 1700 auch in Meineringhausen, dann auch in Lelbach und Lengefeld. Und so dringen sie, zum Teil wohl durch Einheirat, in den folgenden Jahrzehnten in eine Reihe anderer waldeckischer Dörfer vor, aber immer nur in solche, die vom sächsischen Stamme besiedelt sind.

Im Edergebiet, dem fränkischen (hessischen) Stamme gehörend, finden wir um 1800 noch keinen seßhaften Bangert. Ob die aus dem Ittertal (Thalitter) kommenden und teils noch dort wohnenden Bangerts zu unserer Sippe gehören, habe ich noch nicht ermitteln können.

Die Zweige in Holland

Ziemlich weit nach Nordwesten dagegen, nach Holland, haben sich um 1800 vier Bangerts aus Benkhausen begeben. Der erste von Ihnen ist 1753 geboren. Er hat wahrscheinlich die anderen aus demselben Zweig nachgezogen. Zwei dieser holländischen Zweiggründer habe ich in ihren Nachkommen entdeckt und den Stammbaum derselben bis auf unsere Zeit fortführen können. Bei dem 3. Zweig, der anscheinend katholisch geworden ist, sind die Nachforschungen nicht zu Ende gekommen.

Ein sicher zu diesem Zweig gehörender Architekt in Amsterdam bemühte sich nach mehrfachem Schreiben und Drängen meinerseits, doch reichten seine angestellten Untersuchungen nicht weit genug zurück. Als ich mich dann an seinen ältesten Bruder wandte, einen katholischen Pfarrer, erhielt ich überhaupt keine Antwort. So habe ich diese Gruppe in den Stammfolgen verdientermaßen weggelassen. (auch ein jüngerer Bruder ist katholischer Pfarrer)

Deutschland und Übersee

Im 19. Jahrhundert und später finden wir Bangerts aus waldeckischem Stamm nach und nach (außer im fernen Nordosten und im äußersten Süden Deutschlands) durch unser ganzes Vaterland hin, besonders dicht in Westfalen, sodann im Rheinland, endlich in verschiedenen Städten von Flensburg, Berlin und Liegnitz über Chemnitz, Kassel und Frankfurt bis nach Stuttgart hin. In den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts kauften sich zwei Brüder aus dem Zweig Mühlhäuser Hammer, Farmen in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Auch aus Vasbeck kamen Bangerts dahin.

Von Holland aus drang der Name Bangert in die Sundainseln vor. Auch in England, besonders in london, sitzt eine Reihe von unserem Geschlecht.

Weitere Nachforschungen

Ob die Kopenhagener Bangerts aus unserem Stamm erwachsen sind, ist noch ungeklärt. Sie kommen wie ich nach mühseligen Untersuchungen festgestellt habe, aus der Grafschaft Oldenburg und gehen über Husum in die dänische Hauptstadt. Einige Nachrichten über dies Geschlecht gebe ich bei Gruppe 11 im 2. Teil dieses Buches. Desgleichen sollen auch bei den Gesamtstammfolgen der Bangerts im Mansfelder Bezirk genauere Angaben über die Art ihrer Ermittlung sowie über eine unglaublich scheinende Namenszweiung erfolgen.

Das beschriebene Verbreitungsgebiet

So hätten wir also als bis jetzt bekanntes Gebiet unserer Ausbreitung festgestellt: Waldeck, Westfalen, sodann die Rheinprovinz, Norddeutschland im nördlichsten Teil und in seiner westlichen Hälfte, Mitteldeutschland querüber von Westen nach Osten, einige Orte Süddeutschlands, Holland, England, Nordamerika, Holländsich Indien.