Musikbestände prüfen, doppelte Dateien gezielt bereinigen und Dateinamen mit Vorschau bearbeiten.
Start und Bestandsprüfung
1. Installieren und starten
Die Installations-ZIP vollständig in einen eigenen Ordner entpacken. Eine laufende ältere Version über „Beenden“ schließen. STARTEN.cmd öffnet DPL; INSTALLIEREN.cmd richtet auf Wunsch ein Desktop-Symbol ein. Oberfläche, Suche und Auswertung laufen lokal. Die Programmfelder VMA, VMW, M und W öffnen öffentliche Produktseiten.
2. Sprache und Darstellung
Unter „Konfiguration“ stehen Deutsch, Englisch, Niederländisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch und Griechisch sowie fünf Farbschemata zur Verfügung. Die Auswahl wird gespeichert.
3. Den Vergleichsbereich festlegen
„Musikordner wählen …“ öffnen und den Hauptordner auswählen. „Unterordner gemeinsam prüfen“ aktivieren, um den ganzen Verzeichnisbaum als gemeinsamen Bestand zu vergleichen. Damit werden auch Kopien in verschiedenen Unterordnern miteinander geprüft. Bewusst mehrfach abgelegte Dateien innerhalb dieses Bereichs können als Treffer erscheinen.
4. Prüfen, ansehen, auswählen
Dateitypen und Qualitätsregeln festlegen und die Prüfung starten. Zu behaltende Dateien und Vorschläge ansehen. Nur bestätigte, nicht geschützte Kopien sind für die Bereinigung auswählbar. Die gewünschte Auswahl über „Markierte Dateien löschen – in den Papierkorb“ verschieben. Vor jeder Aktion prüft DPL Original und Ersatz erneut. Die Prüfliste lässt sich separat speichern.
Von Version 2.4 wechseln
Alte Suchergebnisse werden nicht als Ergebnisse der neuen Regeln übernommen. Den Bereich neu prüfen. Eine neue Prüfung löst keine Bereinigung von selbst aus. Bereits begonnene Dateiaktionen werden anhand ihrer gespeicherten Quittungen behandelt.
Inhaltsnachweis und Qualität
Was einen Treffer bestätigt
Bytegleiche Dateien und identische vollständige MP3-Tonspuren können trotz abweichender Namen und Tags übereinstimmen. Auch neu codierte Aufnahmen werden unabhängig von Dateinamen und Interpret-Angaben akustisch verglichen - bei gemeinsamer Ordnerprüfung über Unterordner hinweg. Ein strenger Vergleich über die Aufnahme bestätigt die Kandidaten. Größe, Titel oder Laufzeit allein reichen nicht aus. Qualitätsregeln können bestätigte Kopien weiterhin schützen; der Grund erscheint im Ergebnis.
Formate und eigene Endungen
MP3, WAV, OGG, FLAC, M4A, AAC, Opus, WMA und MP4-Audio sind einzeln auswählbar. Eine MP4-Datei mit echter Videospur wird nicht als reine Audiodatei behandelt. Unter „Eigene Dateiendung“ lassen sich beispielsweise .jpg, .pdf, .aiff oder .tar.gz ergänzen. Bei Dateien ohne unterstützten Audiovergleich ist identischer Inhalt Voraussetzung für die Bereinigung.
Qualitätsregeln verstehen
Jede Dateigruppe besitzt eigene Qualitätswerte. Der erste Start verwendet für MP3 „unter 192“ und „behalten ab 256 kbit/s“. „Unter“ ist strikt kleiner, „ab“ schließt den Wert ein. Bei bestätigten passenden Aufnahmen mit 128 und 256 kbit/s wird damit die 128er-Datei vorgeschlagen. Bei 128 und 192 kbit/s bleiben beide erhalten. Niedrige Qualität allein macht eine Datei nicht zur Dublette.
„Identische MP3-Tonspur auch bei gleicher Bitrate vormerken“ erlaubt bei passendem Inhaltsnachweis auch gleichwertige MP3-Kopien. Das optionale 320er-Profil bevorzugt die höchste Bitrate bis 320 kbit/s; Dateien darüber benötigen einen geeigneten Ersatz mit mindestens 192 und höchstens 320 kbit/s. Nach geänderten Regeln neu prüfen.
Bei verlustfreier Musik, etwa FLAC, PCM-WAV und ALAC, werden nur bytegleiche Kopien zur Bereinigung freigegeben. Unterschiedliche Formate, Codecs oder Endungen können geschützte Vergleichseinträge bleiben.
Grenzen beachten
Der Audiovergleich ist bewusst streng. Abweichende Codecs, Abtastraten oder Kanalzahlen sowie gekürzte, verschobene, verzerrte oder anders bearbeitete Aufnahmen können eine Bestätigung verhindern. DPL garantiert nicht die Erkennung jeder Fassung. Ähnliche Namen bleiben Hinweise, solange ein bestätigter Inhaltsvergleich fehlt.
Dateinamen suchen und ändern
1. Dateien über Namen finden
„Suchordner wählen …“ öffnen oder den Musikordner übernehmen. „Unterordner durchsuchen“ bestimmt den Umfang. * steht für beliebig viele Zeichen, ? für genau eines; Groß-/Kleinschreibung ist unwichtig. *6&u*.txt findet auch 6&u.txt und Trhru-zjejr-6&u4zd.txt. & wird wörtlich behandelt. * und *.* finden auch Namen ohne Endung. Die reine Namenssuche benötigt keine Format-Häkchen.
„Dubletten mit dieser Maske prüfen“ startet eine Inhaltsprüfung für die passenden Dateien. Dabei gelten Dateitypen und Qualitätsregeln der Dublettenprüfung. Bei vielen Treffern lässt sich in der Liste blättern.
2. Mehrere Dateien umbenennen
Nach vollständig abgeschlossener Dateinamensuche „Mehrere Dateien umbenennen“ öffnen. „Suchen nach“ und „Ersetzen durch“ verwenden wörtlichen Text, optional mit Groß-/Kleinschreibung. „Vorne ergänzen“ und „Hinten ergänzen“ fügen Text hinzu. „Nummer anhängen“ bietet Startnummer, Schrittweite, Mindeststellen und Trennzeichen. Die Nummer steht hinter dem ergänzten Text und vor der Endung; die Reihenfolge folgt den relativen Dateipfaden.
„Vorschau erstellen“ zeigt alte und neue Namen. Alle freigegebenen Änderungen sind zunächst angehakt: die Auswahl prüfen und unerwünschte Häkchen entfernen. Gesperrte und unveränderte Einträge bleiben unberührt. Geänderte Regeln erfordern eine neue Vorschau. Erst „Ausgewählte Dateien umbenennen“ führt die geprüfte Auswahl aus.
Ordner und letzte Dateiendung bleiben erhalten. Bei einer festen Maske wie *.tar.gz bleibt die gesamte Endung .tar.gz erhalten. Vorhandene oder doppelte Zielnamen, ungültige Windows-Namen und nachträglich veränderte Dateien blockieren die Aktion. DPL überschreibt keine vorhandenen Dateien. Reguläre Ausdrücke und das Verschieben in andere Ordner sind nicht Teil dieser Funktion.
3. Einen Treffer korrigieren
„Umbenennen“ hinter einem Eintrag der Dublettenprüfung bearbeitet einen einzelnen Namen. Die Endung bleibt erhalten. Bei einem Namenskonflikt kann ein freier Kopiename angeboten werden. Danach wird der ausgewählte Vergleichsbereich neu geprüft; neue Vorschläge müssen erneut ausgewählt werden.
Wiederherstellen und Diagnose
Umbenennung fortsetzen oder zurücknehmen
„Letzte Umbenennung rückgängig machen“ nimmt den zuletzt protokollierten Auftrag zurück, auch nach einem Neustart. Die Datei muss unverändert und ihr alter Name frei sein. „Umbenennung fortsetzen“ bearbeitet einen unterbrochenen Auftrag anhand der gespeicherten Auswahl weiter. Bereits erledigte Änderungen werden nicht erneut ausgeführt. Nach Namensänderungen die Dublettenprüfung neu starten.
Papierkorb und unterbrochene Dateiaktionen
Der DPL-Papierkorb liegt neben dem gewählten Musikordner und führt die einbezogenen Unterordner gemeinsam. Wiederherstellen ist möglich, solange kein Namenskonflikt besteht. Endgültiges Löschen steht im gesonderten roten Bereich und prüft den zu behaltenden Ersatz erneut. Alte Einträge ohne ausreichenden Inhaltsnachweis zunächst wiederherstellen und mit 2.5 neu prüfen.
Beim Anhalten wird die laufende Dateiaktion abgeschlossen. Fortsetzen nutzt gespeicherte Quittungen. „Reststapel verwerfen“ beendet den offenen Auftrag; erledigte Aktionen bleiben bestehen. Ein Sprach- oder Farbwechsel verliert die Auswahl eines gültigen Durchgangs nicht.
Windows- und NAS-Praxistest
WINDOWS-PRUEFEN.cmd prüft mit eigens erzeugten Beispieldateien Werkzeuge und Dateiaktionen. Ein Doppelklick nutzt den temporären Windows-Ordner. Für einen NAS-Test einen eigenen beschreibbaren Testordner im Explorer auf die CMD-Datei ziehen. DPL legt darin einen temporären Unterordner an und zeigt das Ergebnis. Diese Anleitung ersetzt keinen Test auf deinem Gerät.
Ein Problem nachvollziehbar machen
Unter „Konfiguration“ die „Diagnose“ öffnen (DPL-D01). DPL-D02 startet eine Aufnahme, DPL-D03 markiert den auffälligen Moment, DPL-D04 stoppt sie. DPL-D05 speichert das Protokoll als JSONL. Für Startprobleme DPL-D06 aktivieren und das Programm neu starten. Die Aufnahme ist normalerweise aus; eine neue Aufnahme ersetzt das vorherige Protokoll.
Der Supportexport enthält Abläufe, Zeiten, Mengen und technische Fehlergründe; Suchtexte, Originalnamen, Pfade und Dateiinhalte bleiben ausgespart. Die druckbare Prüfliste für deine Dateiarbeit enthält dagegen Dateinamen. Protokolle bei Bedarf selbst an den Support weitergeben.